Flying Roasters: Qualität, Transparenz und direkter Handel

Für Olli und Nadine von den Flying Roasters geht es mit ihrer Rösterei in Berlin vor allem darum, Mehrwert für alle Beteiligten schaffen zu können. Im Interview erzählte uns Olli unter anderem von den Hauptbeweggründen für die Gründung der Rösterei.

Erzähl mir ein bisschen mehr über die Flying Roasters.

Wie ist es zu der Rösterei gekommen?

Im Jahr 2014 haben Nadine und ich beschlossen, unsere Kaffeerösterei Flying Roasters zu gründen. Zum einen aus der Begeisterung für Kaffee selbst und dem Interesse an der gesamten Bandbreite der verschiedenen Aromen, die im Kaffee zu entdecken sind, heraus. Zum anderen war aber auch der schlimme Umstand, dass die Menschen, die den Kaffee anbauen, kaum oder gar nicht von ihrer Arbeit leben können ein entscheidendes Treibmittel von uns … was und direkt zur nächsten Frage führt …

Ihr bezieht all eure Rohkaffees direkt von den Kooperativen in den Anbauländern.

Wieso habt ihr euch für den direkten Handel entschieden?

… Wir arbeiten tagtäglich daran, mit der Art und Weise, wie wir die Rösterei betreiben, einen Unterschied machen zu können. Eines unserer Hauptanliegen ist es, in enger Zusammenarbeit entlang des Weges vom Strauch bis in die Tasse zu schaffen, dass alle Beteiligten von ihrer Arbeit leben können.

Wie gewährleistet ihr bei Flying Roasters die euch so wichtige Transparenz gegenüber euren Konsumenten?

Wir bieten auf unserer Homepage einen umfassenden Überblick über „Warum wir was und wie machen“ an. Dazu veröffentlichen wir einmal im Jahr einen Transparenzbericht, in dem wir das vergangene Jahr noch mal Revue passieren lassen. Dort bereiten wir dann die wichtigsten Fakten (subjektiv gesehen natürlich) auf. Des Weiteren gehen wir in persönlichen Gesprächen auch immer gerne auf Detailfragen ein.

Ihr bietet auch Kaffeekurse an. Wie kann ich mir einen Röstkurs vorstellen?

Zurzeit bieten wir bei den Flying Roasters Corona bedingt leider keine Kurse an. Ein Röstkurs wird meistens von Leuten gebucht, die von zu Hause schon Heimrösterfahrung mit sich bringen, wobei wir auf jeden Wissensstand eingehen (können). Je nach Zusammensetzung der TeilnehmerInnen zeigen wir erst die unterschiedlichen Aufbereitungsformen des Rohkaffees auf (washed, natural, honey, etc.), besprechen die Grundlagen des Röstens und schauen uns genauer an was wir steuern können (Hitze, Luft, Trommelgeschwindigkeit, etc.). Danach gehts zum eigentlich spannenden Teil über, nämlich dem Rösten selbst. Gemeinsam erkunden wir dann verschiedene Kaffees und Röstprofile auf unserem 1 kg Proberöster.

Was bedeutet Kaffee für dich?

Ui, vieles … Aber oft, genauer gesagt jeden Tag, ist es der besondere Moment morgens in der Rösterei gemeinsam, den ersten Kaffee zu trinken. Da wird einem dann schon klar, dass wir vieles richtig gemacht haben! Ansonsten hoffe ich, dass wir dazu beitragen können, dem Leitspruch „Socializing Cup Quality“ unserer (Roh-) Kaffeeeinkaufsgenossenschaft Roasters United jeden Tag etwas näher zu kommen.
Wir bedanken uns bei Olli von den Flying Roasters für das Zeit nehmen und wünschen ihm sowie dem ganzen Team alles Gute in der Zukunft. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann entdecken Sie Flying Roasters hier: Flying Roasters | Kaffeerösterei aus Berlin

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